Adventsbrief

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
wir leben in einem besonderen Jahr und in einer schwierigen Zeit. Nach dem Ausbruch der Corona-Pandemie und den damit verbundenen Einschränkungen und Folgen sehnten sich viele von uns nach einer gewissen Normalität im Leben. Der 24. Februar 2022 hat uns aber gezeigt, dass wir in einer Zeit des Umbruchs mit komplexen Zusammenhängen und weitgreifenden Konsequenzen für unseren persönlichen Bereich leben. Niemand konnte sich vorstellen, dass wir im Jahr 2022 wieder einen Krieg in Europa haben. Wir sehen Bilder aus der Ukraine, von denen wir gehofft hatten, dass sie sich gerade auf unserem Kontinent nicht wiederholen würden.
Seit März leben auch in unserem Ort zahlreiche Flüchtlinge aus der Ukraine, die hier Unterkunft und eine neue Perspektive gefunden haben. Allen, die sich hier für diese Flüchtlinge einbringen und sie unterstützen, sage ich im Namen der Ortsgemeinde ein herzliches Dankeschön. Nur durch diese uneigennützige Bereitschaft zur Hilfe können wir die Herausforderungen, die durch den Flüchtlingsstrom auftreten, auch gemeinsam bewältigen.
Die mit der Energieknappheit verbundenen Preiserhöhungen und die Teuerung bei den allgemeinen Lebenshaltungskosten belasten uns. Wichtig ist, dass wir nicht nur aufgrund der gestiegenen Preise Energie sparen, sondern dass wir so auch einen „Blackout“ verhindern, der uns alle merklich treffen würde. Alle sollten sich – wie in den letzten Wochen öfters in den Medien veröffentlicht – auf diese nicht gewünschte Situation durch entsprechende Maßnahmen persönlich vorbereiten.
Auch unsere Gemeinde muss sich anpassen und Energie sparen. Deshalb bleibt das Dorfgemeinschaftshaus Edelhof in den Wintermonaten weitgehend geschlossen und unsere Weihnachtsbeleuchtung wurde auf die Hälfte der bisher üblichen Sterne reduziert.
Die umfassende Nutzung erneuerbarer Energien wird immer wichtiger. Wir haben als „Zukunftsdorf“ im Ortsgemeinderat vereinbart, zukunftsweisende und nachhaltige Projekte in unserem Dorf anzugehen. Die Errichtung einer Photovoltaik-Freianlage an der A65 ist ein Meilenstein in diese Richtung. Aktuell sind wir noch in der Planungsphase, da das Genehmigungsverfahren läuft und im Jahr 2023 abgeschlossen sein sollte. Viele Bürgerinnen und Bürger sprechen mich auf diese Maßnahme an und unterstützen dieses Projekt. Es ist in der Tat ein wichtiger Fortschritt hin zu einer klimaneutralen Gemeinde und zu einer nachhaltigen Entwicklung unseres Ortes als „Zukunftsdorf“.
Ein großer Schritt nach vorne erfolgte im November durch den Beginn der Arbeiten an unserem neuen Senioren- und Generationenwohnprojekt der Herta-Kuhn-Stiftung. Hier wird ein zentraler Baustein nicht nur für ein seniorengerechtes Dorf umgesetzt, sondern es ist auch eine wichtige Etappe im Rahmen unserer Ortskernsanierung.
Das neue Jahr wird Veränderungen bringen. Unsere Kita wird vom Elisabethenverein weiterhin als Träger betrieben. Die Bauträgerschaft geht allerdings auf die Ortsgemeinde über, da die mit dem neuen Kita-Gesetz durchzuführenden Investitionen den Verein zu stark belasten. Für unsere Kinder und ihre Eltern ändert sich nichts, die Übertragung der Bauträgerschaft hat keine Auswirkungen auf die Betreuung. An dieser Stelle bedanken wir uns als Ortsgemeinde bei unserem Elisabethenverein, der über Jahrzehnte in umfangreicher ehrenamtlicher Arbeit das Kita-Gebäude betreute und die entsprechenden Investitionen begleitete.
Das größte Projekt wird im nächsten Jahr die beginnende Sanierung unseres Rathauses sein. Baugenehmigung, Förderzusage und europaweite Ausschreibung
der Ingenieursleistungen sind erfolgt. Jetzt starten die nächsten Schritte und die entsprechenden Baumaßnahmen. Da auch in den Bestand der bisherigen Sanitäranlagen der Schulturnhalle eingegriffen wird, erfolgt hier auch der Start der Sanierung durch die Verbandsgemeinde als Eigentümer der Halle.
Ich möchte mich bei allen bedanken, die sich mit großem Engagement für unser Gemeinwesen in den unterschiedlichsten Bereichen eingesetzt haben. Ohne diese Hilfe wäre Vieles nicht möglich gewesen! Gerade in diesem Jahr war die Unterstützung wieder enorm wichtig und wertvoll!
Ihnen und Ihren Familien wünsche ich auch im Namen meiner Beigeordneten Doris Janz und Ralph Anton in diesen schwierigen Zeiten besinnliche und frohe Festtage. Kommen Sie gut in das neue Jahr und bleiben Sie gesund! Hoffen wir auf ein friedliches Jahr 2023!

Ihr Rolf Metzger
(Ortsbürgermeister)

Einladung zur Einwohnerversammlung

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
als Bürgermeister sind uns die Information unserer Bürgerinnen und Bürger und die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit Ihnen sehr wichtig. Eine Einwohnerversammlung gibt unseren Beigeordneten und uns die Möglichkeit, Sie umfassend und zeitnah über Veränderungen, Planungen und Projekte zu informieren, die unser Dorf und die Verbandsgemeinde betreffen.

Bedingt durch die Coronapandemie konnten wir seit einigen Jahren leider keine Einwohnerversammlung durchführen. Jetzt lässt es die Situation wieder zu, dass
wir uns austauschen. Deshalb laden wir Sie alle ein zur

Einwohnerversammlung der Ortsgemeinde Kirrweiler und Teileinwohnerversammlung der Verbandsgemeinde Maikammer
am Mittwoch, 19.10.2022, 19.00 Uhr, im Edelhof, großer Saal

Die Themen der Einwohnerversammlung Kirrweiler sind:
1. Vorstellung „Zukunftsdorf“-Initiative, u.a. PV-Freianlage
2. Vorstellung der geplanten Sanierung des Rathauses
3. Situation unserer Kita
4. Weitere aktuelle Themen der Ortsgemeinde

Die Themen der Teileinwohnerversammlung der Verbandsgemeinde sind:
1. Die Aufgaben einer Verbandsgemeinde
2. Ausgewählte Projekte
• Grundschule und Schulturnhalle
• Nachhaltigkeitsstrategie, Gewässerentwicklungsplan, Starkregenkonzept
• Gemeindeschwester plus
3. Weitere aktuelle Themen der Verbandsgemeinde

Wir laden Sie – auch im Namen unserer Beigeordneten – herzlich ein, an unserer Einwohnerversammlung teilzunehmen.

Rolf Metzger                                                                                                  Gabriele Flach
Ortsbürgermeister                                                                                        Bürgermeisterin

Neue Kirrweiler Weinprinzessin

Sina I löst Marlen I als Kirrweiler Weinprinzessin ab!

Mit einer kleinen Träne im Auge musste sich am 7.10.2022 Marlen Kober nach drei Jahren Amtszeit als Kirrweiler Weinprinzessin verabschieden. Doch ihre Kolleginnen machten ihr den Abschied leicht mit dem Versprechen, für immer freundschaftlich verbunden zu sein. Marlen’s letzte große Aufgabe war es, Sina Eichhorn bei ihrer Inthronisation als neue Prinzessin beizustehen. Sina Eichhorn, eine gebürtige Kirrweilerin, tritt nun als Kirrweiler Weinprinzessin für zwei Jahre in die Fußstapfen ihrer Vorgängerin. Wir freuen uns mit Sina Eichhorn auf Ihre neue Aufgabe und auf eine gute Zusammenarbeit. Marlen Kober wünschen wir für Ihre Zukunft alles erdenklich Gute!

Erweiterung Kunstpfad Kirrweiler

Die Saxofonklänge des Duos Sax2Walk lockte eine Reihe von interessierten Besuchern an den Freiheitsbrunnen in Kirrweiler. Dort starte der Kunst walk zur neuen Skulptur auf dem Kunstpfad Kirrweiler. Nach kurzen Ansprachen von Ortsbürgermeister Rolf Metzger und Herbert Pauser vom Kunstpfade e. V. sprach Landrat Dietmar Seefeld ein Grußwort mit dem Wunsch, die Kunst noch stärker in den Landkreis zu tragen. Nebenbei wurde deutlich: Das Konzept des Kunstpfades besteht nicht nur aus Skulpturen. Am Freiheitsbrunnen waren 36 Plakate aus der partizipativen Aktion von Anja Roth zu sehen, die drei Wochen vorher stattfand. Nur wenige Meter weiter, angeführt von Sax2Walk, spazierte das Publikum durch den parallel stattfindenden Kunstmarkt und kurz hinter dem Edelhof, ging es entlang des Kropsbachs, vorbei an der Open Air Ausstellung „WOANDERS – Sonne aus Ost“. Dort spielen großformatige, semitransparente Motive mit Landschaft und Licht. Eine wunderbare Einstimmung für das Kunstwerk von Lilau, denn auch bei seiner Skulptur mit dem Titel „Leichtigkeit“ spielen Landschaft und Licht eine wichtige Rolle. Wenige Tage vorher, genau positioniert, verändert der Lichteinfall die Ausstrahlung des Kunstwerks. Wie magisch dahin geworfen, stehen die offenen Kuben in einer Balance und geben dem schweren Eichenholz eine „Leichtigkeit“. Dies gilt auch für unser Leben, sagte der Künstler Lilau. Nicht alles läuft einfach, geradlinig und bei aller Schwere sollten wir immer eine Balance und eine „Leichtigkeit“ finden.

Text: Herbert Pauser

Bericht aus der Rheinpfalz:

Kirrweiler lädt zur traditionellen Kerwe ein!

Kirrweiler lädt zur traditionellen Kerwe von Freitag, 09. September bis Montag, 12. September ein!

 Eröffnet wird das Brauchtumsfest, dessen Ursprung auf der Konsekration (Kirchweihe) der Pfarrkirche Kreuzerhöhung anno 1749 beruht, am Freitag, 09. September 2022 um 18:30 Uhr auf dem Festplatz in der Schloßstraße. Ortsbürgermeister Rolf Metzger und die Kirrweiler Weinprinzessin Marlen I begrüßen alle Gäste und Bürger vor dem Weingut Schlössel. Musikalisch umrahmt wird die Eröffnung von den Grundschulkindern aus Kirrweiler und den Mackenbacher Musikanten. Im Anschluss wird das Fass Festwein vom Weingut Schlössel ausgeschenkt.

Auf gesellige Stunden freuen sich die teilnehmenden Ausschankstellen. Im idyllischen Ausschank des Weinguts Schlössel wird jeden Tag Spießbraten, Pfälzer Spezialitäten und mehr geboten. Sonntags gibt es ab 11 Uhr einen Mittagstisch. Montags darf dann auch im Schlössel getanzt werden. Ab 19 Uhr spielt das „Duo Tanzexpress“.

Das wunderschöne Ambiente des Pfarrhofs lädt alle Gäste am Samstag ab 14:30 Uhr und Sonntag ab 13:00 Uhr ein. Der Ausschank der Pfarrgemeinde bietet Kaffee und selbst gemachte Kuchen und Torten an. Die wunderbare Abendstimmung im Pfarrhof kann man Samstag und Sonntag ab 18:00 Uhr bei kleinen Köstlichkeiten wie Pfälzer Tapas, Handkäs und Co., Pfälzer Weine und Cocktails genießen.

Die Feuerwehr Kirrweiler bietet Freitag und Samstag ab 17:00 Uhr in der Kulturscheune leckere Speisen und Getränke. Sonntags wird ab 11:00 Uhr zum Mittagstisch mit deftigen Gerichten eingeladen. Ab 11:30 Uhr gibt es Diedesfelder Volxmusik. Montag ab 18:00 bietet die Feuerwehr in der Kulturscheune Feuerwehrspiele für ALLE mit Siegerehrung ab 20:00 Uhr!

Die Schorlecrew bietet Freitag und Samstag auf der Weed Saumagenburger, Bratwurst, Weine und Longdrinks an. Ab 20:00 Uhr legt am Freitag DJ Christian Kietz und am Samstag DJ Dominik Hans auf.

Die Ortsgemeinde begrüßt am Samstag ab 16:00 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus „Edelhof“ alle Bürgerinnen und Bürger. Dort findet der Kerwe-Empfang statt. Auf dem Empfang werden Bürger von Kirrweiler geehrt, die sich für das Gemeindewohl, langjährige Vereinsarbeit oder berufliche und sportliche Auszeichnungen verdient gemacht haben.

Die Kirchengemeinde lädt am Sonntag alle herzlich zum Familiengottesdienst zur Kirchweih ein. Montag ist ebenfalls um 9:00 Uhr Gottesdienst in der Kirche.

Sonntag gibt es von 11:00 bis 18:00 Uhr einen Kunst- und Kunsthandwerkermarkt mit vielen Ausstellern, der auf jeden Fall einen Besuch wert ist. Außerdem wird das Kunstwerk von Künstler LILAU eröffnet. Treffpunkt ist um 15:00 Uhr am Freiheitsbrunnen gegenüber vom Rathaus. Von da wird mit musikalischer Begleitung von Duo Sax2Walk gemeinsam zum Standort des Kunstwerks am Kropsbach gezogen!

Am Sonntag kommen die Kleinen auch nicht zu kurz. Auf dem Kirchvorplatz gibt es wieder ein tolles Kinderprogramm mit Kinderschminken, Spiele- und Bastelaktionen. Ab 13:00 Uhr gibt es auf dem Kirchenvorplatz außerdem noch ein Bücherflohmarkt.

Die Ortsgemeinde, die KFD und die Kirchengemeinde laden zum Kerwe-Café, für Senioren ab dem 65. Lebensjahr, am Montag ab 14:30 Uhr in den Edelhof (Foyer, Restaurant und Terrasse) ein.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch und wünschen allen, gesellige Stunden

 

 

„Einmal Zukunft und zurück“

Die globalen Veränderungen sind eine Herausforderung für uns alle – Klimawandel, Energiekrise, Kriegsfolgen, demografische Veränderungen, Auswirkungen der Corona-Pandemie oder der Strukturwandel in der Arbeitswelt sind nur einige der Verwerfungen. Wir haben eine gemeinsame Verantwortung, auf diese globalen Herausforderungen auch lokal zu reagieren. Deshalb wollen wir uns in unserem Dorf verstärkt mit „Zukunftsthemen“ auseinandersetzen und unser unmittelbares Umfeld so gestalten, dass auch die kommenden Generationen gut und sicher hier leben können.

Kirrweiler wird Zukunftsdorf! Und alle können mitmachen. Seien auch Sie dabei, wenn wir am Samstag, 20.08., auf eine interaktive „Zeitreise“ in die Zukunft gehen. Akteur:innen und Engagierte aus den „Zukunfts-Projekten“ zeigen uns an verschiedenen Stationen im Dorf, wie wir zum Beispiel den demografischen Wandel meistern werden, wie postfossile Mobilitätskonzepte in Zukunft aussehen oder wie wir umweltschonend Sonnen- und andere erneuerbaren Energiequellen nutzen können. Auch unsere Ernährung und die Erzeugung von Lebensmitteln werden Themen sein, denn wir wollen unabhängiger sein, gesund bleiben und gleichzeitig unser Klima schützen.

Die Bürgerstiftung Pfalz veranstaltet in diesem Sommer zusammen mit den Ortsgemeinden der Modellzukunftsdörfer Kirrweiler und Marienthal/Pfalz die Reihe „Einmal Zukunft und zurück“ zum Thema Transformation ländlicher Räume. In Kirrweiler informieren wir an verschiedenen Stationen über Strategien des nachhaltigen Zusammenlebens, laden zu Workshops, Impuls-Vorträgen sowie mehreren Aktionen ein, bieten die Möglichkeit für interessante Gespräche mit Expert:innen und machen so den Wandel für eine nachhaltige Zukunft sichtbar. Außerdem gibt es noch eine Kleider-Tausch- und eine Saatgut-Börse im Zukunftsdorfgarten.

Alle sind eingeladen, den Wandel im ländlichen Raum mitzugestalten und sich umfassend zu informieren. Wir starten am 20.08.2022 um 11:00 Uhr in der Kulturscheune und freuen uns auf Ihren Besuch.

Hier finden Sie alle Infos zu den Stationen und tausend gute Ideen für eine lebenswerte Zukunft in Kirrweiler:

Sperrung Biblischer Weinpfad wegen Wegearbeiten 01.08.2022 – 15.09.2022

Wegen dem Flurbereinigungsverfahren Kirrweiler VII – Prod-Nr. 41256 ist der Achtmorgenweg zwischen Friedhof und Nickelsee in der Zeit vom 01.08.2022 bis 15.09.2022 voll gesperrt. Die Sperrung betrifft den 1. Teil des Biblischen Weinpfad zu Kirrweiler. Eine Benutzung des Weges ist innerhalb diesem Zeitraum nicht möglich. Wir hoffen, dass sich die Bauarbeiten nicht verzögern.

Kirrweiler ist jetzt staatlich anerkannter Erholungsort!

Staatliche Anerkennung als Erholungsort nach § 8 KOG

Der Präsident der Aufsichts-und Dienstleistungsdirektion Herr Thomas Linnertz hat der Ortsgemeinde Kirrweiler am 2. Juni 2022 in Übereinstimmung mit dem Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau und dem Fachausschuss für die Anerkennung von Kurorten und Erholungsorten die staatliche Anerkennung als „Erholungsort“ verliehen.

Die Urkunde ist eine Auszeichnung für die Erfüllung der vorhandenen Qualitätsanforderungen nach dem Kurortegesetz und gleichzeitig Ausdruck einer erfolgreichen Ausrichtung des Ortes auf erholungssuchende Gäste!

Den Pressetext der ADD Trier finden Sie hier:

Storchenberingung

Am Donnerstag, 09. Juni 2022 wurden drei Kirrweilerer Jungstörche unter der Regie des Heimat- und Kulturvereins Kirrweiler von Christian Reis vom Storchenzentrum in Bornheim beringt. Der Heimat- und Kulturverein konnte endlich wieder ein kleines Fest anlässlich der Beringung veranstalten. Die etwa 50 Zuschauer auf dem Schulhof freuten sich sichtlich und auch hörbar als Herr Reis die „Kleinen“ nacheinander  präsentierte, in dem er sie nach der Beringung kameragerecht in die Höhe hielt. Nach der Beringung stand Herr Reis noch für Fragen zur Verfügung und erklärte den interessierten Zuschauern unter anderem, dass die Störche nur etwa bis zur siebten Lebenswoche beringbar sind und wozu die Beringung gut ist. Auch berichtete er, dass etwa zwei Drittel der Jungtiere im ersten Lebensjahr sterben. Gründe herfür sein der Kontakt mit Stromleitungen und auch Plastikteile, die sie etwa auf Müllhalden mit der Nahrung aufnehmen.

Christian Reis kommt seit acht Jahren nach Kirrweiler und konnte hier schon etliche Störche beringen. Ein ehemaliger Jungstorch, der 2018 auf dem Rathausdach in Kirrweiler das Licht der Welt erblickte, hat sich zum geschlechtsreifen Altvogel gemausert und 2021 auf der Ziegelhütte in Edenkoben den ersten Jungstorch in Edenkoben seit über 50 Jahren ausgebrütet!

Auf die Beringung wurde mit Secco und Traubensaft angestoßen. Für die Kinder gab es auch Frösche, Würmer und Mäuse von Haribo. Die Kinder waren außerdem eingeladen mit Malkreide Störche auf den Schulhof zu malen.

Der Heimat- und Kulturverein hat dieses Jahr für alle drei Jungstörche Paten gefunden. Emilia Höhner hat „ihren“ Storch Starlight getauft. Der Storch von Andreas und Amelie Roth heißt Frieda. Melanie und Peter Anton haben ihren Storch Willy genannt.

Text: Heimat- und Kulturverein Kirrweiler

Bischöfe freuen sich über Weinzehnt aus Kirrweiler

Speyer. Nach zwei Jahren pandemiebedingter Zeremonie nur im kleinen Kreis, konnte am Freitagnachmittag vor dem Speyerer Dom die traditionelle Übergabe des „Weinzehnts“ aus Kirrweiler wieder im großen Rahmen stattfinden. Zum elften Mal hatten die Südpfälzer eine Weinfuhre von ihrer Heimat aus per Traktor und auf dem letzten Stück traditionsgemäß mit Pferdefuhrwerk zur Kathedrale in der Domstadt transportiert. Begleitet wurde die Kutsche von einer Abordnung der Ortsgemeinde mit dem Kirrweiler Bürgermeister Rolf Metzger, Weinprinzessin Marlen I. und Pfarrer Gerd Babelotzky. Insgesamt 288 Flaschen Grauburgunder übergab die Kirrweiler Delegation als „Weinzehnt“ an die Speyerer Bischöfe.

Zum Gefolge aus der Südpfalz gehörten auch wieder „Gertrud von Kerrweiler“ (Louisa Weis) und „Georgius, Verwalter des göttlichen Weinkellers“ (Georg Weis), die in historische Gewänder gekleidet im Domnapf stehend, Bischöfe und Publikum zur Zeremonie herbei riefen. In ihrem kleinen Schauspiel schlugen sie angesichts von Corona, Krieg und schwierigeren Zeiten nachdenkliche Töne an. Sie empfahlen den Menschen aus der Vergangenheit und den Krisen zu lernen und dem Bischof „so manchen vun deinen Brüdern in Rom, in de Welt und ach in Deitschland“ zu sagen, sie sollten die Worte richtig lesen, „die de Junior vor üwer 2000 Jahr gesacht hot“. Sie richteten an die Bischöfe den Wunsch, bei Entscheidungen in der Kirche auch „die Leit (mehr) mitredä“ zu lassen.

Bischof Wiesemann betonte dankbar, dass die besondere Tradition der Weinzehntübergabe nicht nur für die historische Verbundenheit des Bistums mit Kirrweiler stehe, sondern auch für Herzlichkeit und Miteinander: „Wir können anstoßen auf die Gemeinschaft“. Der Wein sei auch ein Symbol für die Freude, die aus dem Glauben komme. Er dankte für den Wein, den er gerne auch an andere verschenke.

Weihbischof Otto Georgens zitierte mit Augenzwinkern den Dichter Friedrich Rückert: „Man kann, wenn wir es überlegen, Wein trinken, fünf Ursachen wegen, einmal um eines Festtags willen, sodann vorhandenen Durst zu stillen, ingleichen künftigen abzuwehren, ferner dem guten Wein zu Ehren und endlich um jeder Ursach‘ willen.“ Er bedankte sich dafür, dass er mit dem Wein auch anderen Menschen eine Freude machen dürfe.

Bürgermeister Rolf Metzger übergab den Bischöfen die Urkunde mit allen Informationen zum diesjährigen Zehntwein. Er betonte „Guter Wein erfreut des Bischofs Herz“ und wünschte den Bischöfen viel Freude mit dem Grauburgunder, den die Kirrweilerer immer gerne freiwillig lieferten.

Weinprinzessin Marlen I. drückte ihre Freude darüber aus, dass sie zum dritten Mal bei der Übergabe dabei sein durfte und stellte den Wein vor: Der Grauburgunder schmeichele Nase und Gaumen. Der an Birnen und Honig erinnernde Duft werde im Geschmack „durch seine vollmundig elegante Art in Verbindung mit seinem ‚Burgunderschmelz‘ geprägt“.

In diesem Jahr stammt der „Zehnt-Wein“, ein 2021er Grauburgunder classic, welcher am 08.10.2021 mit dem Mostgewicht von 82 ° Öchsle gelesen wurde, aus dem Kirrweiler Weinhaus Ralph Anton. Die zweimal 144 Flaschen wurden als Geschenk der Gemeinde Kirrweiler an die Speyerer Bischöfe übergeben.

Die nächste Weinzehntübergabe ist für den 23. Juni 2023 geplant, wie Bürgermeister Metzger ankündigte.

Musikalisch umrahmt wurde die Weinzehntübergabe von einem Quartett des Musikvereins MV Musketiere Böhl.

Zur Geschichte des Weinzehnts
Der Weinort Kirrweiler an der Südlichen Weinstraße war zu Feudalzeiten Oberamt und Sommerresidenz der Fürstbischöfe des alten Bistums Speyer. Auf Anregung von Bürgermeister Metzger wurde 2011 – anlässlich des 950-jährigen Domweihjubiläums – an die alte Tradition des „Weinzehnts“ neu angeknüpft, bei der dem bischöflichen Landesherrn der „Zehnte“ des Weinertrages abgeliefert werden musste. Der Weinzehnt ist eine Naturalabgabe auf die Weinernte im bischöflichen Weinberg in der Kirrweilerer Gemarkung „in den Flegeläckern“. In früheren Jahrhunderten wurde der Weinzehnt im fürstbischöflichen Zehntkeller in Kirrweiler entrichtet, dort ausgebaut und anschließend nach Speyer gebracht. Heutzutage bringen die Kirrweilerer den trinkfertigen Wein direkt zu den Bischöfen nach Speyer.

Pressetext: Bistum Speyer, Bild: Reinhold Stadler

 

Den Weinzehntwein gibt es ab sofot im i-Punkt Kirrweiler für € 7,- pro Falsche zu erwerben.