Einladung zur Teilnahme am Kirrweiler-Treffen in Kirrweiler/Kusel

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

am Sonntag, 25. August 2019 findet in Kirrweiler/Kusel wieder das deutsch-französische Kirrweiler-Treffen statt.

Das diesjährige Treffen ist mit einem Jubiläum verbunden: Seit 50 Jahren besteht zwischen den vier Orten mit gleichem Namen in Deutschland und Frankreich eine Partnerschaft und die Gemeinden sind freundschaftlich verbunden. In den letzten Jahren war die Beteiligung bei den Treffen nicht mehr so hoch wie zu Beginn dieser Partnerschaft. Mehr als 50 Jahre nach dem Elysee-Vertrag hat sich Vieles normalisiert zwischen den ehemals verfeindeten Staaten. Offene Grenzen, einen einheitliche Währung, zahlreiche Austauschprogramme oder gegenseitige touristische Angebote sind heute selbstverständlich und gerade für die jüngere Generation nichts Neues. Was den Initiatoren dieser Treffen wichtig war, ist heute in vielen Bereichen erreicht. Darauf können wir stolz sein und darüber dürfen wir uns freuen. Die vier Partnergemeinden haben deshalb beschlossen, die zukünftigen Treffen in größeren Zeitabständen durchzuführen.

Abfahrt: 9:30 Uhr am Dorfbrunnen, Einsteigemöglichkeit besteht auch am Sportplatz
Rückfahrt ab Kusel: 16:00 Uhr
Ankunft in Kirrweiler: ca. 17:30 Uhr

Die Ortsgemeinde beabsichtigt, für das diesjährige Treffen wieder einen Bus zu mieten, der uns gemeinsam zu unserer namensgleichen Gemeinde in der Westpfalz bringen soll. Die Teilnahme an der Busfahrt ist kostenlos. Um die Fahrt organisieren zu können, bitten wir interessierte Mitbürgerinnen und Mitbürger um eine Anmeldung im i-Punkt Kirrweiler, Tel.: 06321/5079, Mail: i-punkt@kirrweiler.de

Die Mindestteilnehmerzahl für den Einsatz des Busses beträgt 25 Personen. Eine Partnerschaft lebt duch eine aktive Begegnung. Bitte nehmen Sie an diesem Treffen teil und zeigen Sie, dass uns die Verbindung mit unseren Partnergemeinden wichtig ist.

Rolf Metzger, Ortsbürgermeister

 

Zwillingskälbchen in Kirrweiler

Wer findet zwei passende Namen?

„Zum zweiten Mal ein Zwillingspaar!“, freut sich Frank Riesterer, der Hobby-Landwirt aus Kirrweiler. Seine Mutterkuh Rosi hat in der vorvergangenen Woche zwei gesunde Kälber zur Welt gebracht. Die Glanrinder aus Kirrweiler sind nicht nur für die Kirrweilerer Besucher und Spaziergänger, die gern an Stall und Weide nahe der Dirt-Bike-Bahn vorbeigehen, etwas Besonderes. Das Glanvieh gehört zu einer alten Haustierrasse, deren Fortbestand auch durch die Haltung der kleinen Herde von Familie Riesterer gesichert wird.

Das Glanrind wird – laut der Roten Liste der Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen e.V. – als stark gefährdet eingestuft. 1930 gab es rund 400.000 Glan-Donnersberger Rinder. Sie galten als anspruchslose, futterdankbare, widerstandsfähige, genügsame und ausdauernde Dreinutzungsrinder mit gleicher Betonung von Milch, Fleisch und Arbeit. Die Kombinationskreuzung mit rotem Dänenvieh zwecks höherer Milchleistung führte in den 50er Jahren des letzten Jahrhunderts zum Niedergang der Rasse.

Seit 1984 gibt es Bemühungen zum Erhalt der Rasse. Inzwischen werden in der Bundesrepublik Deutschland wieder ca. 2.000 Glanrinder gehalten. Das Hauptzuchtgebiet liegt dabei in Rheinland-Pfalz. Heute wird das Vieh vor allem für Fleisch (Mutterkuhhaltung) und in einigen Betrieben für Milch und Fleisch genutzt. Durch seine Leichtfuttrigkeit und aufgrund seiner sehr guten Rohfaserverwertung, erzielt das Vieh gute Ergebnisse auf Grundlage des hofeigenen Futters. Sehr feinfaseriges Fleisch mit geringem Garverlust ist das Resultat. Dank der für Mutterkühe relativ hohen Milchleistung von 4,5 – 5.000 kg mit über 4 % Fett entstehen ordentliche Kälber. Ein hohes Alter mit über 15 Jahren (10 bis 12 Kälber pro Kuh) sind die Regel und stehen für eine hohe Gesamtlebensleistung des Glanrindes.

Die sehr guten Muttereigenschaften der Glankuh (Rosi hat zusammen mit den Zwillingen vom letzten Jahr schon 7 Kälber zur Welt gebracht), ist auch das gute Sozialverhalten innerhalb der Herde zu erwähnen. Schauen Sie doch mal vorbei und beobachten Sie die Tiere – und wenn Sie dann passende Namen für unsere beiden Neuzugänge wissen, machen Sie doch gern einen Vorschlag an den i-Punkt Kirrweiler – Tel. 06321 / 50 79 oder per Mail i-punkt@kirrweiler.de. Bei weiteren Fragen oder Interesse schauen Sie gern einfach vor Ort am Stall vorbei.

Text: Eva Ahrens

(Quellen: http://www.g-e-h.de/index.php/rassebeschreibungen/34-rassekurzbeschreibungen-rinder/165-glanrind und http://www.g-e-h.de/geh-rind/glanv.pdf)