Kunstpfad Kirrweiler

Über den Kunstpfad Kirrweiler wurde in den letzten Wochen sehr viel in der Rheinpfalz berichtet. Diese haben wir für Sie zusammengestellt. Außderm binden Sie unten noch den Link zum Fernsehbericht über die Eröffnung und Entstehung des Kunstpfads Kirrweielr im SWR 3 in der Sendung „Landesart“.

Kunstpfad Kirrweiler

Am Mittwoch vergangener Woche war ein Fernsehteam des SWR in Kirrweiler um Aufnahmen des entstehenden Kunstpfads aufzuzeichnen. Das Wetter spielte gut mit und zeigte die Künstler:innen und deren Kunstwerke im besten Pfälzer Sonnenlicht. Aus den Weinreben heraus, vom aufgebauten Gerüst herunter oder mit dem Schlossweiher im Hintergrund, immer wurden interessante Perspektiven gesucht und gefunden. Roger Rigorth und Karin van der Molen erklärten ausführlich ihre Kunstwerke und das Entstehen ihrer Ideen. Zum Schluss ging es noch nach Sankt Martin zum Kunstpfade e.V. ins Atelier rothpauser. Anja Roth und Herbert Pauser, die Initiatoren des Projekts, wurden interviewt und gaben Ein- und Ausblicke in ihre Arbeit.

Am Sonntag, den 22. August 2021, zwischen 18:45 und 19:15 Uhr wird der Filmbeitrag in SWR 3 in der Sendung „Landesart“ zu sehen sein. Danach kann der Beitrag in der Mediathek der ARD oder auf www.kunstpfade.de abgerufen werden.

Bild: Herbert Pauser

Kunstpfad Kirrweiler

Hebekräfte spielten eine wesentliche Rolle in der Umsetzung der Kunstwerke von Roger Rigorth und Karin van der Molen. Mit einem „Dreibein“ und großem Hebezeug wurden die vorgeformten Holzstelen des „Hambacher Tors“ im Sankt Martiner Wald verladen und zum neuen Bearbeitungsort in den Hof des  i-Punkts in Kirrweiler transportiert. Mit Hebel- und Muskelkraft wurden sie vom Anhänger auf Holzböcke verschoben, um dort weitere drei Tage bearbeitet zu werden. In gleicher Art dann wieder auf den Anhänger gewuchtet, um die Vorboten des Kunstwerkes zum endgültigen Standort zu transportieren. Der Schock für den Künstler und die Hilfskräfte kam, als der eingeplante Bagger zum Einheben in das Fundament kurzfristig ausfiel. Was für ein Glück, dass nur wenige Minuten nach dieser Hiobsbotschaft zufällig der aufmerksame Bildhauer Bernhard Mathäss aus Duttweiler  auf seinem Mountainbike vorbeikam und die Misere erkannte. Er bot seinen eigenen Hebekran an und setzte damit die Elemente der Kastanie in das Fundament. Herzlichen Dank!

Karin van der Molen beklebt derweil, in filigraner Kleinarbeit, Porzellanscherben auf ihre Holzfässer. Farblich passende Stücke werden aus der Porzellansammlung ausgesucht, mit dem Hammer vorsichtig in kleine Scherben zerbrochen, um diese dann, fast wie in japanischer Tradition, wieder neu zu arrangieren. Dass im Hintergrund dieser filigranen Arbeit wieder schwere Lasten zu heben sind, lässt sich nur ahnen, wenn man am Standort des Kunstwerkes, dem Schlossweiher vorbeispaziert. Dort hatte der Kirrweiler Metallbauer Bernhard Spieß mit seinem Hebekran die schweren Metallsäulen in die Fundamente gehoben. Mehr als 200 Kilogramm  pro Stück waren, wie ursprünglich geplant, mit Muskelkraft kaum zu bewegen. Und der hilfsbereite Bildhauer Bernhard Mathäss kam auch hier noch einmal ins Spiel: Weil er sowieso vor Ort war, fädelte er mit seinem Kran noch die ersten, die allerschwersten Holzfässer auf die Metallsäulen auf. Der Kunstpfade e.V. dankt herzlich allen Unterstützern für ihre spontanen Einsätze!

Storchennews

Kirrweiler Storch Marshmallow hat mit seiner Partnerin (unberingt) auf dem Schornstein des Gutshofes Ziegelhütte den ersten Jungstorch in Edenkoben seit über 50 Jahren ausgebrütet!

Marshmallow erhielt seinen Namen von der Grundschule Kirrweiler. Der Heimat- und Kulturverein hat 2018 der Grundschule Kirrweiler eine Patenschaft geschenkt. Marshmallow hat noch zwei Geschwister: Edgar und Oskar!

Der Heimat- und Kulturverein Kirrweiler unterstützt seit einigen Jahren die Arbeit des Storchenzentrums in Bornheim und kümmert sich um die Beringung der Kirrweilerer Jungstörche. An dieser neusten Meldung sieht man, dass sich die Arbeit lohnt!