Nachdem die ursprünglich für den 2. Juni geplante Storchenberingung aufgrund eines Gewitters und anhaltenden Regens kurzfristig abgesagt werden musste, konnte die Aktion am vergangenen Freitag erfolgreich nachgeholt werden.
Auch wenn das ursprünglich geplante Storchenfest mit Umtrunk und Kinderprogramm entfallen musste, fanden sich zahlreiche Interessierte auf dem Schulhof der Grundschule ein, um die Beringung der drei Jungstörche zu verfolgen. Unter fachkundiger Anleitung von Herrn Reis vom Storchenzentrum Bornheim wurden die Jungvögel beringt und dabei viele Fragen rund um das Leben der Weißstörche beantwortet.
Ein besonderer Höhepunkt war die Taufe der jungen Störche. Jule und Nele Rehers gaben ihrem Storch den Namen Junelle – eine kreative Kombination aus ihren beiden Vornamen. Dr. Alexandra Sehr taufte ihren Schützling auf den Namen Lola-Marie. Dass ausgerechnet eine Frauenärztin die Patenschaft für einen Storch übernimmt, passt dabei besonders gut: Schließlich gelten Störche seit Jahrhunderten als Glücksbringer und sind vor allem als Überbringer des Nachwuchses fest in unserer Kultur verankert. Simone Fischer-Gora entschied sich für den Namen Erja. Der Name stammt aus dem Finnischen und bedeutet „die Freigeborene“.
Neben den Ringen erhielten die drei Jungstörche auch moderne Sender. Damit können ihre Bewegungen künftig wissenschaftlich verfolgt werden. Über das Internet oder die Smartphone-App „Animal Tracker“ können Interessierte die Störche auf ihren Reisen begleiten und deren Aufenthaltsorte nahezu in Echtzeit verfolgen.
So wird in den kommenden Jahren sichtbar, wohin die Kirrweilerer Störche nach dem Sommer ziehen, wo sie Rast machen und wie lange sie dort bleiben. Spannend wird auch die Frage sein, ob sie allein oder gemeinsam mit ihren Familien unterwegs sind und ob sie Jahr für Jahr dieselben Zugrouten wählen. Die gesammelten Daten helfen dabei, mehr über die Wanderbewegungen der Weißstörche, günstige Flugrouten, Rastplätze sowie mögliche Gefahren auf ihren langen Reisen zu erfahren.
Der Heimat- und Kulturverein Kirrweiler bedankt sich bei allen Beteiligten, insbesondere beim Storchenzentrum Bornheim, für die Unterstützung und freut sich auf viele spannende Erkenntnisse aus den ersten Senderdaten unserer drei jungen Kirrweilerer Störche.
Text: Heimat- und Kulturverein Kirrweiler
Bilder: Eva Muffang