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Zwillingskälbchen in Kirrweiler

Wer findet zwei passende Namen?

„Zum zweiten Mal ein Zwillingspaar!“, freut sich Frank Riesterer, der Hobby-Landwirt aus Kirrweiler. Seine Mutterkuh Rosi hat in der vorvergangenen Woche zwei gesunde Kälber zur Welt gebracht. Die Glanrinder aus Kirrweiler sind nicht nur für die Kirrweilerer Besucher und Spaziergänger, die gern an Stall und Weide nahe der Dirt-Bike-Bahn vorbeigehen, etwas Besonderes. Das Glanvieh gehört zu einer alten Haustierrasse, deren Fortbestand auch durch die Haltung der kleinen Herde von Familie Riesterer gesichert wird.

Das Glanrind wird – laut der Roten Liste der Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen e.V. – als stark gefährdet eingestuft. 1930 gab es rund 400.000 Glan-Donnersberger Rinder. Sie galten als anspruchslose, futterdankbare, widerstandsfähige, genügsame und ausdauernde Dreinutzungsrinder mit gleicher Betonung von Milch, Fleisch und Arbeit. Die Kombinationskreuzung mit rotem Dänenvieh zwecks höherer Milchleistung führte in den 50er Jahren des letzten Jahrhunderts zum Niedergang der Rasse.

Seit 1984 gibt es Bemühungen zum Erhalt der Rasse. Inzwischen werden in der Bundesrepublik Deutschland wieder ca. 2.000 Glanrinder gehalten. Das Hauptzuchtgebiet liegt dabei in Rheinland-Pfalz. Heute wird das Vieh vor allem für Fleisch (Mutterkuhhaltung) und in einigen Betrieben für Milch und Fleisch genutzt. Durch seine Leichtfuttrigkeit und aufgrund seiner sehr guten Rohfaserverwertung, erzielt das Vieh gute Ergebnisse auf Grundlage des hofeigenen Futters. Sehr feinfaseriges Fleisch mit geringem Garverlust ist das Resultat. Dank der für Mutterkühe relativ hohen Milchleistung von 4,5 – 5.000 kg mit über 4 % Fett entstehen ordentliche Kälber. Ein hohes Alter mit über 15 Jahren (10 bis 12 Kälber pro Kuh) sind die Regel und stehen für eine hohe Gesamtlebensleistung des Glanrindes.

Die sehr guten Muttereigenschaften der Glankuh (Rosi hat zusammen mit den Zwillingen vom letzten Jahr schon 7 Kälber zur Welt gebracht), ist auch das gute Sozialverhalten innerhalb der Herde zu erwähnen. Schauen Sie doch mal vorbei und beobachten Sie die Tiere – und wenn Sie dann passende Namen für unsere beiden Neuzugänge wissen, machen Sie doch gern einen Vorschlag an den i-Punkt Kirrweiler – Tel. 06321 / 50 79 oder per Mail i-punkt@kirrweiler.de. Bei weiteren Fragen oder Interesse schauen Sie gern einfach vor Ort am Stall vorbei.

Text: Eva Ahrens

(Quellen: http://www.g-e-h.de/index.php/rassebeschreibungen/34-rassekurzbeschreibungen-rinder/165-glanrind und http://www.g-e-h.de/geh-rind/glanv.pdf)